Tae (Fuß) – Kwon (Faust) – Do (Weg) – “Weg des Fuß- und Faustkampfes”
Tae Kwon Do ist eine koreanische waffenlose Kampfkunst, die in einigen Punkten Ähnlichkeit mit Karate aufweist. Mit Hilfe von Stoß-, Schlag- und Tritttechniken werden Angriffe abgewehrt. Neben des körperlichen Trainings, überwiegend Dehn- und Konditionsübungen; sowie das Training verschiedener Techniken, spielt auch das geistige Training eine wichtige Rolle, das z.B. im Kyokpa (Bruchtest) entscheidend ist. Weiterhin wird der Formenlauf (Poomsae / Hyongs), Selbstverteidigung und Kampf trainiert.
Für mich persönlich ist es wichtig Tae Kwon Do nicht einseitig zu trainieren, ich möchte möglichst eine breite Basis der Techniken erlernen. Neben der sportlichen Fairness zählen Respekt gegenüber des Gegners und das Ziel den Geist durch ein diszipliniertes und ausdauerndes Training stärker zu machen zu meinen wichtigsten Punkten. Weiterhin möchte ich mein erworbenes Wissen weiter geben um somit auch anderen diesen Sport näher bringen.
Ich habe in der Sportschule Chung (
www.sport-koblenz.de) in Koblenz bei Grossmeister Gee Hun Chung mein Wissen erworben. Im Moment bin ich Inhaber des 1. Dan, besitze Trainerschein und habe an einer Wettkampfrichter Schulung (WTF) teilgenommen. Ich versuche auch während des Studiums mich weiter zu bilden und meinen Körper fit zu halten. Zusätzlich gehören aber für mich auch das theoretische Wissen und die Meditation, um in stressigen Zeiten mein Ruhe zu finden, zu meinem Training. Ich versuche eben einen Weg zu finden, mit dem ich zufrieden sein kann, ebenso dass ich daran arbeite andere Meinungen zu verstehen und zu respektieren, auch wenn ich sie nicht immer befürworte. In vielen Fällen ist die Ansicht anderen Menschen, wenn man sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, richtig, da jeder auf Grund seiner eigenen Erfahrungen und Werte zu diesem Schluss kommt. Es ist aber wichtig, über Erfahrungen zu diskutieren und auch andere Meinungen zu überdenken, denn manchmal bringen andere Sichtweisen einen Erfolg mit sich und man entwickelt sich weiter. Ein guter Trainer oder Meister lässt seinem Schüler die Freiheit seinen Weg zu finden, leitet ihn und gibt ihm Halt und Hilfe. Denn der Meister soll seinen Schüler nicht in feste Bahnen lenken, die ihm nur noch eine eingeschränkte Sicht erlauben, sondern der Schüler soll auf Grund seines Lernens irgendwann selbst Lehrer werden, in dem er seine Erfahrung mit anderen Menschen teilt, ebenso wie der Meister mit seinem Schüler lernen soll, das Gelernte sich noch einmal vor Augen zu führen.
1. Lunyu 2.11 – Konfuzius sprach: “Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu verstehen, der kann anderen ein Lehrer sein”
Sportgruppe
Ich betreibe nun schon seit ein paar Jahren an der TU-Clausthal eine Tae Kwon Do Sportgruppe, in der ich ein traditionelles Training zwei mal die Woche durchführe. Das Training wird von einer
kleinen aber konsequente Gruppe besucht, so dass ich auch die Wünsche meiner Schüler umsetzen kann. Das Training beinhaltet immer folgende Punkte
- Fußtechnik
- Einschrittkampf – eine Abfolge von festgelegten Schlag-, Block- und Fußtechniken, die je nach Trainingsgrad variiert
- Formenlauf (Poomse) – eine Übung, in dem der Schüler lernt selbstständig Techniken nach einem vorgegebenen Muster gegen einen imaginären Gegner zu perfektionieren.
Zusätzlich kommen noch folgende Elemente hinzu
- Semikontakt Kampf mit Weste
- Dreischrittkampf – eine technische Fortführung des Einschrittkampfes
- Selbstverteidigung mit und ohne Kampfweste
Das Training findet an folgendem Termin statt
- mittwochs um 19 Uhr ct bis ca 21 Uhr in der Gymnastikhalle der Stadthalle (Berlinerstraße) mit dem Judotraining zusammen
- dienstags um 12 Uhr bis ca 14 Uhr im Sportinstitut (Julius-Albert-Straße)
Für diejenigen, die sich das Training anschauen / mitmachen möchten
- ich würde mich freuen, wenn Du mir vorher per Mail / Handy SMS Bescheid geben könntest
- auch für Sportanfänger ist das Training geeignet, da durch die kleine Gruppe immer die Möglichkeit besteht, individuell zu betreuen
- als Trainingskleidung ist ein T-Shirt und eine Trainingshose, in der man die Beine weit bewegen kann, zu empfehlen. Typisch für Kampfsport ist lange Trainingskleidung
- wir trainieren ohne Schuhe, so dass jemand der schnell eine Blasenentzündung bekommt, entweder passende Socken oder Schuhe tragen kann
- generell sollten Finger und Fußnägel kurz gehalten werden, damit keine Verletzungen entstehen
- Schmuck ist bitte vor dem Training abzunehmen sofern möglich. Piercings sollte, wenn sie zu Verletzung neigen während des Trainings heraus genommen werden (kritisch können bei Anfängern Bauch-, Augenbraue-, Kinn- Hand- oder Ohrpiercings sein, da bei Unachtsamkeit Verletzungen entstehen können. Als Trick eignet sich, wenn man das Piercing nicht heraus nehmen kann, es mit einem Pflaster o.ä. ab zu kleben).
- wir machen ein gemischtes Training, wobei ich versuche die/den Trainingspartner schon passend zu wählen, so dass man keine Angst vor Verletzungen haben muss. Als Anfänger bekommt man zu Beginn jemanden an die Seite, der etwas Erfahrung hat (empfehlenswert ist, wenn man mit einem Freund/in zum Training kommt)
Literatur
| In meinen Augen ist dieses Buch eins der besten Werke, denn neben den Techniken, findet sich hier auch eine Beschreibung des Wettkampfregeln, eine sehr gute Übersicht über die Poomse und die koreanischen Begriffe |
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| Finde ich zu erstem Buch eine sehr schöne Ergänzung, da hier sehr viele Bilder zu den Techniken dargestellt sind. Vor allem bei den Kup Poomsae sind die Bilder oft für Anfänger hilfreich. |
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| Dieses Buch finde ich als Ergänzung zum Training perfekt, denn es beschreibt und zeigt Techniken zur effizienten Selbstverteidigung. Sehr schön dabei ist die Illustration und auch direkt die Anwendung für den Trainingspartner mit Schutzkleidung. Die theoretischen Grundlagen sind sind an praktischen Beispielen sehr gut und verständlich erklärt und lassen sich direkt so in das Training integrieren |
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| Dieses Buch finde ich sehr nett, da man ein paar sehr nützliche Fitness Tips bekommt, die sich wunderbar neben dem Training durchführen lassen. Manche Übungen lassen sich auch in das Training integrieren, sind aber in meinen Augen eher für das Training außerhalb des regulären Kampfsporttrainings. |
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Bilder
Ein paar Bilder aus der Trainingszeit bei Meister Chung finden sich hier. Auf den Bilder sind noch meine beiden Traingspartner Michel und Carsten zu sehen. Ein herzliches Danke für die vielen Trainingsstunden.
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Mein Sportgruppe der TU-Clausthal
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Kommentare
Sehr interessant, vor allem da ich an der TU - Clausthal vor 30 Jahren mit dem TKD angefangen habe. Damals sind wir noch Hyongs gelaufen. Mittlerweile hab ich den 3. Dan. Mehr war bis jetzt nicht moeglich aufgrund meiner beruflichen Situation. Ich trainiere aber immer noch 2 Mal die Woche, bei TKD-Sportfreunde Hamborn 07. Wenn ich auf Auslandsbaustellen bin, suche ich mir dort eine Trainingsmoeglichkeit. Momentan im Iran trainiere ich auch. Mit sportlichem Gruss und Clausthaler Glueck - Auf Rolf Gramberger
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