Da ich neben dem Studium meine Kondition trainieren und nicht nur vor dem PC sitzen will und sich die Gegend hier sehr gut zum Mountainbiking eignet, stelle ich meine Touren zur Verfügung. Alle aufgeführten Touren bin ich selbst gefahren und versuche diese ein wenig objektiv zu bewerten. Mein Startpunkt ist immer Clausthal-Zellerfeld – Kronenplatz. In den Tourpaketen sind einmal die GPS-Daten als GPX-Datei (Route), die Google Earth Daten als KML-Datei, Höhenprofil und Screenshot als JPEG-Datei enthalten. Als Begleiter zu meinen Touren gehören neben der Tourausrüstung noch eine Polar CS100 für die Vitalauswertung während und nach der Tour, sowie mein lieb gewonnener iPod-Nano, wo ich mir dann passende Musik lade, damit ich meine Motivation danach ein bisschen halten kann. Über Feedback würde ich mich freuen. In der nachfolgenden Map sind die einzelnen Touren farbig hervorgehoben, wobei es durchaus sein kann, dass manche Wege nicht mehr in dieser Form existieren, da hier nach verschiedenen Unwettern manche Wege verändert wurden.

Rad

Mein aktuelles Bike ist ein “Steppenwolf Tycoon XC” mit 27 Gang Decore Schaltung, als Bremse eine Avid Juicy 3 185/160, als Gabel eine Slate Spr. LO E2 Air und als Reifen Nobby Nic 2,25 dr. Das Bike ist leicht, hat eine gute Dämpfung, sehr gute Fahrlage und bietet mir auch im Gelände hohe Kontrolle. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung und für mich sind im Gegensatz zu einigen Testberichten auch die Bremsen auch wirklich sehr gut, ich empfinde den recht kurzen Druckpunkt als sehr angenehm, vor allem auch bei steilen Geländefahrten. Das Mantelprofil gibt auch bei höheren Geschwindigkeiten in den Kurven auf Schotter genügend Halt, genauso im Schlamm und auf Waldboden. Die Dämpfer muss ich zwar häufig nachpumpen, da ich auch Luft durch die Änderung der Wetterlage verliere, aber ich empfinde es als normal und bin mit dem Luftdämpfung sehr zufrieden.

GPS Navigation

Damit ich meine Touren planen und auswerten kann, benutze ich als GPS System ein Garmin eTrex Vista HCx (ich muss sagen, ist ein geiles Gerät, hat schon einige Stürze überlebt und im Moment nutze ich es fürs Geocaching), das ich unter meinem Mac OS X betreibe. Meine Touren werden mit Google Earth geplant und nachträglich wieder als Routen eingepflegt. Da die Software häufig nur für Microsoftbetriebssysteme mitgeliefert wird, bin ich auf günstige Mac OS X Software umgestiegen. Ich habe mich für Garmin entschieden, da die Handgeräte auch im Wald eine recht gute Auflösung besitzen. Im folgenden Tutorial zeige ich die einzelnen Schritte zur Erstellung und Auswertung meiner Routen.

Kartenupload

Da ich kein reines Windows System mehr einsetze konnte ich direkt keine Verbindung per USB zu meinem Garmin aufbauen, um die Karten auf das GPS zu laden. Ich möchte hier nur ganz kurz erklären, wie ich vorgegangen bin. Ich habe eine VM laufen, in der ich ein Windows XP installiert habe, darunter installiere ich dann die Garmin Trip & Waypoint Manager und die dazugehörige Karte. Danach exportiere ich die Karte mit dem Garmin Map Converter (eine Beschreibung liegt dem Map Installer bei) in eine gmapi-Datei. Der Map Converter packt die Datei noch als gz-Datei, ich habe aber den Vorgang abgebrochen, nachdem ich die gmapi-Datei kopiert hatte. Nach der Konvertierung kann man nun mit Map Install die Daten direkt aus Mac OS X auswählen und auf den Garmin via USB laden. Die topographische Karte von Deutschland ist für meine Zwecke absolut ausreichend. Leider kosten einige Programme etwas, was leider schade ist, aber ich finde, dass es nur eine einmalige Anschaffung ist und wirklich gute Dienste leistet.

Software für Tourplanung / -auswertung

Leider ist es für die nicht Windows-Welt schwierig die Datenverwaltung mit meinem Garmin direkt zu ermöglichen. Ich habe am Anfang versucht die USB Schnittstelle des Garmin über eine VM anzusprechen, was leider nicht funktioniert hat. Außerdem kostet eine VM zusätzlichen Verwaltungsaufwand und da mein Powerbook / Mac Mini alle notwendigen Eigenschaften besitzt, habe ich nach Programmen gesucht, mit denen ich sowohl Routenplanung als auch die Auswertung direkt auf Mac OSX Seite machen kann. Der Geobrowser Google Earth ist vom Grunde her mit allen Möglichkeiten zur Routenplanung ausgestattet, so dass ich diesen dafür gerne verwende. Die Daten kann man als KML-Datei exportieren, um nun diese Daten auf meinen Garmin zu laden, setze ich GPS Babel ein, ein freies Konvertierungstool mit dem man beliebige Geodaten aus einem in ein andere Format überführen oder per USB auf den Garmin o.ä. übertragen kann. Zur Auswertung der Route wie der Vitaldaten meiner Pulsuhr nehme ich dann Trail Runner, mit dem ich per “Load My Tracks” vom Garmin als GPX-Datei lese und in Trail Runner importiere. Dort bearbeite ich dann noch die jeweiligen Trackdaten nach und exportiere die Route wieder als GPX-Datei, die ich dann mit GPS Altitude Chart als Höhenprofil für die Webgraphiken umsetze.

Routenplanung anhand von Waypoints

Für Routen zu denen ich noch keine Daten habe, plane ich anhand der Bilder in Google Earth. Hierzu erstelle ich mir “Ortsmarken”, die ich mit Hilfe von Google Maps zusätzlich kontrolliere. Häufig fehlen exakte Wegeintragungen, so dass ich auf Grund der Satellitenfotos versuche Wege zu finden. Leider kann es auch mal passieren, dass es den Weg nicht mehr gibt, dann fahre ich den nächsten Waypoint an. Wichtig ist, dass ich bei jeder Wegkreuzung, die sich erkennen lässt Waypoints angebe, da ich somit auch sehe in welche Richtung ich fahren muss. Ebenso suche ich an schwer erkennbaren Stellen Alternativstrecken, damit ich flexible navigieren kann. Die Waypoints setze ich auch sehr dicht, so dass ich gerade bei schwer zu fahrenden Strecken immer den Weg im Auge habe, ohne dass ich viel am GPS-Gerät während der Fahrt umstellen muss. Nachdem ich nun in Google Earth meine Route abgesteckt und durch nummeriert habe, exportiere ich die Route als KML-Datei. Ich öffne nun die KML-Datei in “GPS Babel” und wähle als Output Options unter Use GPS receiver “Garmin” und unter Port “USB”. Als Input Options wird die gespeicherte KML-Datei ausgewählt, die vom Input Typ “Google Earth (Keyhole) Markup Language” ist. Als Operating Mode ist “Waypoints” selektiert. Danach können nun mit “Send GPS” die erstelltem Waypoints in das GPS Gerät übertragen werden. Nun kann die Route gefahren werden. Ich stelle die Auflösung auf dem GPS bei 200m ein, damit habe ich einen recht guten Überblick über noch folgende Waypoints und meine aktuelle Position. Die Trackaufzeichnung habe bei mir auf “hoch” gestellt, d.h. ich zeichne viele Wegpunkte auf (ca. 1600 pro Stunde), damit ich auf Waldwegen später eine gute Ansicht erreiche.

gefahrene Routen / Tracks verarbeiten

Nach gefahrener Tour erzeuge ich in “Trail Runner;” ein neues Dokument und wähle unter “Importieren” Daten aus GPS-Gerät. Es öffnet sich “Load My Tracks” und ich kann die gefahrene und abgespeicherte Route über den Auswahldialog in eine GPX-Datei importieren und diese dann in “Trail Runner” laden. Ich empfehle die GPX-Datei, da sich dieses Format in vielen Geoprogrammen öffnen und verarbeiten lässt. “Trail Runner” zeigt mir dann die zu importierenden Daten. Ich habe in der Auswahlliste den Eintrag ACTIVE LOG enthalten, in dem dann die ganze Tour abgelegt ist. Die anderen Daten sind Teilstücke der Tour. Ich importiere nun diesen einen Eintrag als vollständige Strecke. Da ich mir während der Tour auch mal verfahre, trenne ich nun nach dem Import die Strecke mit dem “Streckenwerkzeug” (rechte Symbol unten rechts im Fenster) per Doppelklick auf und breche mit Esc das Zeichnen einer neuen Strecke ab, so dass nur ein neuer Punkt entsteht. Diesen kann ich dann per Doppelklick (Zeigersymbol links unten rechts im Fenster) noch benennen und nehme zwei diagonal liegenden Streckenpunkte zur Dokumentenkalibrierung (während der Punkt selektiert ist, über das Pluszeichen hinzufügen). Mit der Zeit ergibt sich dann ein Routennetz, das sich dann für neue Tourenplanung verwenden lässt. Die einzelnen Touren werden aus den aufgetrennen Teilstrecken neu zusammengesetzt. Zusätzlich trage ich noch einzelne kleinere Verbindungsstrecken auf Grund der Straßenkarte nach, um so ebenfalls Alternativstrecken zu erhalten. Ich markiere die Teilstrecken, der ursprünglich durch Waypoints erzeugten Strecke, in eine Route zusammen und speichere diese ab. Aus diesen Daten erzeuge ich nun über die Exportfunktion eine GPX-Datei als Trackdaten oder ich lade die Route wieder auf mein GPS Gerät. In dem Tagebuch trage ich für die Strecke meine Vitaldaten ein, damit ich meinen Trainingsverlauf dokumentieren kann. Da ich nun das Höhenprofil mit einem Screenshot aus “Google Earth” als Bild speichern will, brauche in nun aus der korrigierten Routen die Höhendaten, die in einer GPX-Datei enthalten sind. Ich öffne hierzu die exportiere GPX-Datei in “GPS Altitude Chart” und erhalte das Höhenprofil, das ich dann als PNG-Datei abspeichere. GPS Altitude Chart Nun exportiere ich die Routendaten noch mal als GPX-Datei, aber nun als Route und öffne diese Daten in “Google Earth”, damit erhalte ich dann einen Polygonzug der Karte. Das Höhenprofil und das “Google Earth” Bild setze ich dann in Photoshop zusammen, so dass eine grobe Ansicht der Route entsteht.

Touren

Die aufgeführten Touren umfassen einen Zeitrahmen von 2-3 Stunden, so dass man sie in Ruhe fahren kann. Die Strecken führen über viele Waldwege und geben zwischendrin Zeit, um auch Pausen einzulegen. Ich versuche die Touren ausgewogen zu planen, d.h. nicht nur Höhenanstieg oder nur Gelände. An manchen Stellen muss das Rad getragen werden, um durch den Wald zu kommen. Die Kleidung wird auch bei manchen Touren beansprucht, da mein Bike keine Schutzbleche besitzt, so dass sie recht dreckig wird. Aber es macht viel Spaß und ich kann die Touren nur empfehlen: